Der Weg zur Cité du Train

Nach einem vielversprechenden Anfang beginnen die Besucherzahlen ab 1983 zu fallen, bis das Museum schließlich wegen Umbauarbeiten am 31. Dezember 2003 seine Türen schließt.

Um dem Nachlassen des Publikumsinteresses entgegenzuwirken, wird ab 1995 ein Programm zur Modernisierung und Erweiterung ausgearbeitet, das auf Verbesserungen bei der Präsentation, bei Sonderveranstaltungen und interaktiven Elementen sowie bei den Dienstleistungen abzielt. Vor allem soll den Erwartungen des modernen Publikums besser entsprochen werden. 1998 beschließt der Verwaltungsrat, das Management einem Privatunternehmen zu überlassen, das sich auf die Pflege touristischer und historischer Sehenswürdigkeiten spezialisiert. So ergeht der Auftrag am 18. Juni 2004 für einen Zeitraum von zunächst 12 Jahren an Culturespaces.

Der Verband des französischen Eisenbahnmuseums mit Unterstützung durch die SNCF nimmt die Renovierung des Museums sofort in Angriff: Es soll zum schönsten Eisenbahnmuseum in ganz Europa werden. Zu diesem Zweck werden 8,6 Millionen Euro in dieses einzigartige Projekt gesteckt.
Mit dem 11. März 2005 wird aus dem französischen Eisenbahnmuseum von Mülhausen die Cité du Train (wörtlich „die Stadt des Zuges“). Zu diesem Anlass wird die Anordnung der insgesamt 100 Sammlerstücke komplett überdacht und sie werden auf die zwei Ausstellungsflächen verteilt: das „Goldene Zeitalter der Eisenbahn“ und das „Abenteuer Eisenbahn“. Die erste Halle mit ihren 6 000 m² (im Winter beheizt, im Sommer gekühlt) präsentiert 27 Sammlerstücke, eingebettet in eine vom Atelier François Seigneur ausgestaltete Landschaft, die das Eisenbahn-Universum eindrücklich zur Geltung bringt.