Wussten Sie das?

Die Dampflokomotive

Jede Lokomotive ist mit drei Ziffern versehen. Sie sind eine Art Familienname und leiten sich von der Art der Lokomotive und der Anzahl der Achsen (zwischen jeweils zwei Rädern) her. Die erste Ziffer bezeichnet die Anzahl der vordern Tragachsen, die zweite entspricht der Anzahl der angetriebenen Achsen und die dritte der Anzahl der hinteren Tragachsen. Nicht vorhandene Achsen werden mit 0 bezeichnet. So kennzeichnet „0-4-0“ einen Lokomotiventyp mit vier Achsen ohne eine angetriebene Achse. So ist kein Irrtum möglich.

 

Signalisierung

Die festen oder an Bord angebrachten Signale sind unerlässlich für die Sicherheit der Reisenden und von beförderten Waren, sowohl beim Fahren als auch beim Anhalten. Deshalb unterliegen sie strengen Regeln. In der Anfangszeit der Eisenbahngeschichte waren die Methoden sehr rudimentär: Entlang der Bahnstrecken wurden Eisenbahner als Wächter aufgestellt, die tagsüber mit Flaggen und bei Dunkelheit mit Laternen Signale gaben – gelegentlich kamen auch Signalpfeifen zum Einsatz. Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen dauerte es jedoch nicht lange, bis jeder Streckenblock mit ortsfesten, mit Fußpedalen und auf Distanz mit Stahldrähten bedienbaren Signalanlagen ausgestattet war. Diese schwenkbaren Metalltafeln oder -flügel, die als Formsignale oder Semaphoren bezeichnet wurden, wiesen unterschiedliche Formen und Farben auf. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Signale an einem einzigen Ort konzentriert: am Weichenstellwerk. Gegen 1920 kamen die BAL oder automatischen Blöcke mit Lichtsignalen auf – dreifarbige Ampeln, die Nachts genauso gut sichtbar waren wie tagsüber.
Bei den Geschwindigkeiten, wie sie die modernen TGVs erreichen hat der Fahrer keine Zeit mehr, auf solche Tafeln zu achten. Aus diesem Grund wird die Signalisierung in der Führerkabine angezeigt.